Aktivitäten für die Klasse
Wenn Sie zwischen März und Mai 2026 zwei Lektionen zur Nikotinprävention durchführen und anschliessend die Selbstdeklaration für eine Klasse einreichen, erhält die Klassenkasse im Juni 2026 CHF 100. Bei drei Lektionen erhöht sich der Betrag auf CHF 150. Pro Schulstandort in den Pilotkantonen stehen max. CHF 1‘500 für nikotinpräventive Lektionen zur Verfügung.
Zur Vorbereitung von zwei oder drei Lektionen können Sie aus den unten aufgeführten Aktivitäten diejenigen auswählen, die Sie für Ihre Klasse passend finden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, mit einer Klasse ein Quiz durchzuführen. Bei Fragen oder Unterstützungsbedarf helfen wir Ihnen gerne weiter (Kontakt).
In dieser Aktivität spielt die Klasse ein Brettspiel, das auch als Leiterlispiel bekannt ist. Die Jugendlichen bilden drei Gruppen, die jeweils von einer gemeinsam ausgewählten Spielfigur vertreten werden. Gemeinsam beantworten sie Fragen rund um das Thema Rauchen, Vapes, Nikotinbeutel und deren Auswirkungen auf Gesundheit, Gesellschaft und Umwelt und bewegen ihre Spielfiguren auf dem Spielbrett vorwärts.
Ziel der Aktivität ist es, Jugendliche auf interaktive und spielerische Weise für gesundheitliche sowie gesellschaftliche Aspekte des Nikotinkonsums zu sensibilisieren. Dabei sollen ihr Wissen erweitert, ihr kritisches Denkvermögen gefördert und der Austausch innerhalb der Gruppe gestärkt werden.
In der Aktivität «Beyond Smoke – Die Welt der neuen Nikotinprodukte» erfahren die Lernenden, was hinter Vapes, Snus, Nikotinpouches und Tabakerhitzern steckt. Sie erfahren, wie die Produkte aufgebaut sind, welche Folgen und Risiken sie bergen und was Nikotin im Körper bewirkt. Interaktive Elemente wie ein Einstiegsrätsel, Faktenchecks (Wahr-oder-Falsch-Fragen) und ein Kahoot-Quiz sorgen für Abwechslung und festigen das Wissen auf spielerische Weise.
Im Rahmen dieser Aktivität arbeiten Jugendliche in Zweiergruppen und wählen aus sechs vorgeschlagenen Ideen jene aus, die ihnen für eine fundierte Auseinandersetzung mit den Folgen des Vape-Konsums am meisten zusagen. Die Ideen stehen entweder in Papierform oder als Landingpage unter feel-ok.ch/freestyle-vape zur Verfügung. Erkenntnisse und Überlegungen werden auf einem Notizblatt festgehalten, das anschliessend als Grundlage für eine Gruppendiskussion dient.
Ziel der Aktivität ist es, Jugendlichen durch freie Methodenwahl eine selbstständige Auseinandersetzung mit diesem Gesundheitsthema zu ermöglichen. Dank der methodischen Vielfalt von Freestyle können möglichst viele Jugendliche erreicht werden – bei minimalem Aufwand für schulische Fachpersonen.
Perspektivenwechsel: Die SuS schlüpfen in die Rolle der Jury des «befreelance-contests». Bei diesem entwickeln Oberstufenschüler:innen gemeinsam mit Grafik-Lernenden Präventionsbotschaften in Wort und Bild – von Jugendlichen für Jugendliche.
In der vorliegenden Aufgabe beurteilen die SuS Plakate aus dem Contest und setzen sich so kritisch mit Nikotinkonsum auseinander – etwa mit dem Spannungsfeld zwischen Abhängigkeit und Freiheit sowie mit Themen wie Gesundheit, Attraktivität und Risiken. Ziel ist die Förderung der Reflexionskompetenz ergänzt durch die Vermittlung von Faktenwissen.
Die Schüler:innen werden in kleine Gruppen aufgeteilt und bereiten sich darauf vor, auf eine einsame Insel zu reisen. Dazu müssen sie aus einer vorgegebenen Liste die fünf wichtigsten Gegenstände auswählen.
Diese Gruppenaktivität stärkt zentrale Kooperationskompetenzen wie aktives Zuhören, das Einbringen verschiedener Perspektiven, den Zusammenhalt der Gruppe und die gemeinsame Entscheidungsfindung.
Die Schülerinnen und Schüler lernen mithilfe eines Quiz, Werbung für Nikotinprodukte in sozialen Medien kritisch zu erkennen. In einem kurzen Theorieteil erfahren und reflektieren sie die Manipulationsstrategien der Tabakindustrie. Zudem erarbeiten die Jugendlichen Lösungsansätze, wie sie sich vor unerwünschter Werbung auf Social Media schützen können.
Bei Unvernebelt X taucht die Klasse in einen interaktiven Team-Wettkampf zum Thema Tabak und Nikotin ein. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in 4–5er-Teams und treten in zwei Spielen gegeneinander an. Im Game 1 – Mythen-Check stellen sich die Teams kniffligen Aussagen zu Tabak und Nikotin. Gemeinsam wird diskutiert, argumentiert und entschieden: wahr oder falsch? Im Game 2 – Speed Memory suchen die Teams zusammengehörende Bild-Begriff-Paare und erklären anschliessend, warum diese Kombination Sinn ergibt. So wird Wissen spielerisch vertieft und reflektiert. Für jede richtige Antwort gibt es Punkte – das Team mit der höchsten Punktzahl gewinnt. Lernen, Mitdenken und Spass stehen dabei im Mittelpunkt.
Dieses Spiel ermöglicht es den Lernenden, ihre Fähigkeiten im Zuhören, Überzeugen und Argumentieren gegenüber ihren Mitschülerinnen und Mitschülern zu testen und die Herausforderungen des Gruppendrucks zu erleben. Vordefinierte und zufällig verteilte Rollen legen fest, welche Sichtweise die Lernenden in der Diskussion einnehmen sollen: Wer wird es schaffen, die anderen davon zu überzeugen, eine beliebte, aber risikobehaftete Aktivität durchzuführen?
Diese Aktivität soll Jugendlichen helfen, die nötige Motivation zu finden, um kein Nikotin zu konsumieren oder damit aufzuhören. Ausgehend von ihren persönlichen Werten und Bedürfnissen reflektieren sie ihre Wünsche und Ziele. So werden sie sich bewusst, wie Nikotin sie daran hindern kann, diese zu erreichen. Gemeinsam überlegen und diskutieren sie einfache Strategien, um „Nein“ zu sagen und sich gegenseitig zu unterstützen.
Indem sie sich realistische Ziele setzen, stärken die Jugendlichen ihre Selbstwirksamkeit.
Die Lernenden lesen verschiedene Medienartikel zum Umgang mit sozialen Normen, Leistung oder Konsum. In Gruppen diskutieren die Schüler:innen die Situationen und beantworten die dazugehörigen Fragen. Anschliessend stellt jede Gruppe die Situation und ihre Überlegungen dazu vor. Daraus ergeben sich Diskussionen mit der Klasse.
In dieser Unterrichtseinheit setzen sich die Jugendlichen mit der Frage auseinander, ob die Tabakindustrie Influencer:innen für die Werbung von Nikotinprodukten bezahlen darf. In zugewiesenen Rollen (wie zum Beispiel Elternteil, Influencer:in, Politiker:in) vertreten sie in einer angeleiteten Debatte unterschiedliche Positionen und erleben, wie Argumente, Kommunikation und Überzeugungskraft die Meinungsbildung beeinflussen. Anschliessend wird in der Klasse über die im Jahre 2022 durchgeführte Volksinitiative „Kinder ohne Tabak“ abgestimmt.
Die Aktivität fördert Perspektivenwechsel, kritisches Denken und politische Bildung anhand eines aktuellen, lebensnahen Themas.